Glückwunsch Schimon Peres

Veröffentlicht am Montag, 05. August 2013 / DIG Speyer-Pfalz

 

Von Freunden geehrt und von Gegnern geachtet.


DIG-Präsident Reinhold Robbe gratuliert dem israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres zu dessen 90. Geburtstag.

 

Berlin/Jerusalem. Als „großen Staatsmann mit visionären Fähigkeiten und als Friedensstifter für den Nahen Osten“ bezeichnete der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, den amtierenden israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres, der heute seinen 90. Geburtstag feiert.

In seinem Glückwunschschreiben an Staatspräsident Peres gratulierte Robbe dem Jubilar im Namen der gesamten Deutsch-Israelischen Gesellschaft und „aller Freunde Israels, die sich heute in der ganzen Welt darüber von Herzen freuen, dass Staatspräsident Peres bei bester Gesundheit in seiner israelischen Heimatstadt Jerusalem seinen besonderen Geburtstag feiern kann!“

In seiner Grußadresse hob der DIG-Präsident insbesondere das über viele Jahrzehnte praktizierte Engagement für ein friedliches Miteinander im Nahen Osten hervor. Shimon Peres, so Robbe weiter, zähle zu den herausragenden Persönlichkeiten in der Welt, die ihr ganzes politisches Wirken der Friedensarbeit verschrieben hätten. Nicht zuletzt deshalb sei Peres gemeinsam Jitzhak Rabin und Jassir Arafat nach der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens 1994 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Trotz vieler Rückschläge seit Gründung des Staates Israel habe Schimon Peres an der konsequenten Forderung nach einem stabilen und fairen Nebeneinander von Israelis und den arabischen Nachbarn festgehalten.

Darüber hinaus würdigte Robbe die Verdienste von Peres um das bilaterale deutsch-israelische Verhältnis. Schimon Peres sei „ein erklärter Freund Deutschlands, was vor dem Hintergrund seiner eigenen Familie nicht selbstverständlich ist.“ Es gebe derzeit keinen zweiten herausragenden israelischen Staatsmann, der auf so viele und intensive persönliche freundschaftliche Beziehungen zu Deutschland verweisen könne wie Präsident Peres. Robbe: „Nicht zuletzt deshalb würden sich die Menschen in meinem Lande von Herzen freuen, wenn sie, sehr geehrter Herr Staatspräsident, recht bald wieder einmal zu einem Besuch nach Deutschland kommen könnten!“

Der DIG-Präsident beendete sein Glückwunschschreiben mit einem herzlichen „Masel tov“ für möglichst viele weitere Jahre des politischen Wirkens für die Menschen in Israel.

Berlin, den 2. August 2013

Bundesregierung muss Nahost-Gespräche unterstützen

Veröffentlicht am Donnerstag, 01. August 2013 / DIG Speyer-Pfalz

DIG-Präsident Reinhold Robbe richtet Appell an Bundeskanzlerin Merkel

Berlin. Die Bundesregierung muss nach Auffassung des Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Reinhold Robbe, die jetzt offensichtlich in Gang kommenden Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern „mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten unterstützen“.

Wie Robbe in Berlin erklärte, würden nach Jahren der Sprachlosigkeit endlich wieder konkrete Ansätze für Verhandlungen erkennbar sein. Dies sei in erster Linie auf die Initiative von US-Präsident Barack Obama und dessen Außenminister John Kerry zurückzuführen. Wenn nunmehr bereits sehr konkret über die Modalitäten für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen gesprochen werde, sei das ein „großartiges Signal der Hoffnung“ in den festgefahrenen Beziehungen zwischen den palästinensischen Autonomiegebieten und Israel. Die ganze Welt blicke jetzt auf den Nahen Osten.

Umso wichtiger sei es, dass die Deutsche Bundesregierung diese hoffnungsvolle Entwicklung aktiv unterstütze. Man dürfe die außenpolitischen Möglichkeiten jetzt nicht auf diplomatische Floskeln reduzieren, betonte Robbe. Gerade weil Deutschland mit Israel ein einzigartiges Verhältnis pflege und ebenso gute Kontakte mit den Palästinensern unterhalte, komme auf die Bundesregierung eine besondere Verantwortung zu. Robbe: „Hier steht unsere Bundeskanzlerin auch ganz persönlich in der Pflicht; sie kann insbesondere auf die Europäische Union einwirken.“ Konkret forderte der DIG-Präsident, die jetzt veröffentliche und heftig umstrittene EU-Richtlinie gegen die Förderung von israelischen Unternehmen in den besetzten Gebieten zu stoppen.

Unabhängig von der grundsätzlichen Kritik der DIG an dieser EU-Richtlinie, wirke sich diese Maßnahme vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklung im Nahen Osten sehr kontraproduktiv aus. Die EU-Richtlinie müsse zurückgezogen werden, weil sie „handwerklich ganz einfach schlecht gemacht“ sei und die negativen Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Israel und Europa überhaupt nicht berücksichtigen würde. Eine Rücknahme dieser Richtlinie sei ein Zeichen des guten Willens der EU und zugleich eine Unterstützung der amerikanischen Bemühungen um den Friedensprozess im Nahen Osten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verfüge über die notwendige Autorität in Europa, um die „unsinnige Initiative der Kommission“ zu stoppen. Außerdem würden viele Menschen in Israel große Erwartungshaltungen gegenüber der deutschen Bundeskanzlerin hegen, erklärte Robbe. Den Mitgliedsstaaten dürfe es nicht egal sein, wenn die für Außen- und Sicherheitsfragen zuständige EU-Kommissarin Catherine Ashton ihre gefährliche Politik fortsetze. Deshalb müsse die deutsche Bundeskanzlerin gemeinsam mit ihren übrigen europäischen Regierungschefs in dieser wichtigen Frage tätig werden.